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Liebe Siegsdorferinnen und Siegsdorfer

  • Amtliche Bekanntmachung

wegen der gewaltigen Niederschläge in den ersten Januartagen, ob nun als Schnee oder Regen, wurde vom Landratsamt Traunstein der Katastrophenfall ausgerufen. Bereits ab dem 30. Dezember waren der Bauhof und viele private Räumdienste im Auftrag der Gemeinde ununterbrochen unterwegs, um die gemeindlichen Straßen von den Schneemassen zu befreien. Alle, ohne Ausnahme, haben in den zurückliegenden Tagen eine hervorragende Arbeit geleistet und sind dabei nicht nur einmal an ihre Leistungsgrenze gekommen. Dafür möchte ich auch im Namen der Bevölkerung ein herzliches Vergelt´s Gott sagen.

Um den Dreikönigstag waren dann die Ortswehren in über 100 Einsätzen, um die Autobahn und unsere eigenen Straßen von umgestürzten Bäumen zu befreien. Ab dem 10. Januar war dann der Katastrophenfall ausgesprochen und unsere Gemeinde wurde durch Hilfskräfte, vorrangig Feuerwehren aus dem Landkreis Traunstein, massiv in der Räumung von öffentlichen Gebäuden, der Sicherstellung der Infrastruktur wie Straßen, Wege, Wasserversorgung, Stromversorgung und einsturzgefährdeter Gebäude unterstützt. Die Hilfskräfte kamen sogar bis aus Oberfranken in unsere Gemeinde! Dafür habe ich mich persönlich bei den entsendenden Landkreisen und Kommunen bedankt.

An insgesamt 426 Gebäuden im Gemeindegebiet wurde die Lage geprüft, bewertet und nach einer Priorisierung von bis zu 295 Hilfskräften/Tag entschärft. Dabei stand die Hilfeleistung zum Schutz von Leib und Leben im Vordergrund. Eine generelle Räumung von Dächern von Schneelasten durch Feuerwehren sieht auch der Katastrophenfall nicht vor. Die Begutachtung erfolgte durch bis zu 4 Techniker-Teams, die den Auftrag hatten, die Gefährdung zu ermitteln und in akuten, grundsätzlichen und kein Handlungsbedarf zu klassifizieren. Eine weitergehende Aufgabenstellung hätte mit der vorhandenen Kapazität bei den bekannten Wettervorhersagen und der Vielzahl von Anfragen zu große Risiken für wirkliche Notfälle dargestellt.

Ein zu großes Risiko bestand dann tatsächlich für Teile der Bebauung in Vorauf. In Absprache mit der Gemeinde wurde die Evakuierung von ca. 150 Häusern durch das Landratsamt angeordnet und durchgeführt, nachdem dort Dachlasten von fast 350 kg/qm gemessen worden waren.

Ich möchte mich nochmals bei allen Einsatzkräften draußen auf den Straßen und Dächern, in der Einsatzzentrale, beim Telefondienst, der Koordinierung, bei den Techniker-Teams, der Verwaltung und den Damen und Herren, die für die Verpflegung sorgten, bedanken. Ich möchte mich aber auch für das breite Verständnis in der Bevölkerung in diesen außergewöhnlichen Tagen bedanken. Ich war selbst in diesen Tagen im Dauereinsatz und kann zurückblickend feststellen, dass die Gemeinde und ihre Wehren auch für solche Extremereignisse gut aufgestellt sind und ein großer Zusammenhalt untereinander besteht.

Thomas Kamm, 1. Bürgermeister

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